Die Geschichte des Papierrollenspiels

Wenn jemand als Freizeitgestaltung Rollenspiel angibt, wird er damit sehr wahrscheinlich die zu den Gesellschaftsspielen zählende Variante meinen.

Rollenspiele in diesem Sinne gibt es seit ungefähr 30 Jahren. Gary Gygax aus Lake Geneva (USA) schrieb zusammen mit Dave Arneson das erste Fantasy-Rollenspiel Namens Dungeons & Dragons, das 1974 veröffentlicht wurde. Es war von J.R.R. Tolkiens The Lord of the Rings inspiriert und enthielt, vor allem, was die Kampfszenen anging, noch sehr viele Tabletop-Elemente, waren beide Autoren doch auch ursprünglich Tabletop-Spieler.

Auf Dungeons & Dragons (abgekürzt D&D) basierend, entstanden weitere Rollenspiele, z. B. AD&D (Advanced Dungeons & Dragons), deren Schwerpunkt sich von Kriegsspielen entfernte und hin zu Abenteuerspielen bewegte. 1977 erschien das erste deutsche Rollenspiel Namens Midgard, dessen Regelwerke auch heute noch erweitert werden. Der Schmidt-Spiele-Verlag veröffentlichte 1984 das von Ulrich Kiesow und seiner Spielgruppe erdachte DSA (Das schwarze Auge), das auch zu den bekanntesten und den meist gespielten Rollenspielsystemen in Deutschland gehört.